Aug 112012
 

Eine Auf­fang­wan­ne soll aus­tre­ten­de was­ser­ge­fähr­den­de Stof­fe auf­fan­gen und so ihre Frei­set­zung in Erd­reich oder Gewäs­ser ver­hin­dern.

Auf­fang­wan­nen fal­len unter die Regeln des Bau­pro­duk­ten­ge­set­zes und dür­fen nur in Ver­kehr gebracht wer­den, wenn die Über­ein­stim­mung mit den Anfor­de­run­gen nach­ge­wie­sen wur­de (Ü-Zei­chen).

Für die Bemes­sung des Auf­fang­vo­lu­mens ist der Raum­in­halt des größ­ten Behäl­ters maß­ge­bend; dabei müs­sen aber min­des­tens 10 % des Gesamt­vo­lu­mens der Anla­ge zurück­ge­hal­ten wer­den kön­nen[1].

Wei­ter­hin soll­te die Not­wen­dig­keit von Auf­fang­wan­nen als Lösch­was­ser-Rück­hal­te­ein­rich­tung z.B. im Brand­fall geprüft wer­den.

Berech­nung des Rück­hal­te­vo­lu­mens von Auf­fang­wan­nen

Geben Sie in die fol­gen­den Ein­ga­be­fel­der ein­fach den Raumin­halt des größ­ten Gefä­ßes in kg bzw. Liter sowie das gesam­te Anla­gen­vo­lu­men in kg oder Liter des zu bewer­ten­den Lager­ab­schnit­tes an (in der Regel ist der Lager­ab­schnitt ein Bereich mit einer Brand­schutz­tren­nung d.h. Feu­er­wi­der­stands­dauer ≥90 min zu benach­bar­ten Lager­be­rei­chen):

Raumin­halt des größ­ten Gefä­ßes kg bzw. Liter
Maxi­ma­les Anla­gen­vo­lu­men
(Sum­me des Raumin­hal­tes aller Fäs­ser und Gebin­de)
kg bzw. Liter

Aus­nah­men

In einem Was­ser­schutz­ge­biet müs­sen 100 % des Gesamt­vo­lu­mens der Anla­ge zurück­ge­hal­ten wer­den.

Ein Rück­hal­te­vo­lu­men ist bei ober­ir­di­schen Anla­gen zum Umgang mit was­ser­ge­fähr­den­den Stof­fen bei gerin­gen Lager­men­gen

  • der Was­ser­ge­fähr­dungs­klas­se (WGK) 2 und 3 bis ein­schließ­lich eines Anla­gen­vo­lu­mens von 0,1 m³ (100 Liter) oder
  • der Was­ser­ge­fähr­dungs­klas­se 1 bis ein­schließ­lich eines Anla­gen­vo­lu­mens von 1 m³ (1000 Liter)

nicht erfor­der­lich, sofern sich die­se auf einer befes­tig­ten Flä­che befin­den [2].

  1. [1]Bei­spiel in Bran­den­burg: VAwS §13 2c
  2. [2]Bei­spiel in Bran­den­burg: VAwS Anla­ge 1, 2.1.2

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